Offline Flirt

Ihnen hat das Beispiel auf der Startseite gefallen und nun möchten sie weitere Beispiele ? Kein Problem. In diesem Report bekommen sie Infos zum Flirten in der Disco, Kaufhaus und Supermarkt

 

IN DER DISKO

Laien mögen Diskotheken für tolle Plätze zum Aufreißen halten - Profis wissen, sie sind es nicht. Es geschieht nämlich nur ganz selten, daß sich was 'wirklich Liebes' allein in eine Diskothek verirrt. Und selbst wenn 'sie' von ihrem Bruder begleitet wird, ist Vorsicht geboten: Denn den wenigsten guten Frauen käme es in den Sinn, gerade in einer Diskothek einen Mann aufreißen zu wollen. Nicht so einen wie Sie, jedenfalls. Und damit wäre das Thema eigentlich schon erledigt. Wenn ich nicht meiner Sorgfaltspflicht genüge tun wollte. (Sie verlangen schließlich ein File, daß Ihnen in allen Lebens- und Liebeslagen hilft!) Wenn Sie nicht von vornherein nur auf einen One- Night-Stand aus sind und 'sie' auch nur einen Mann für eine Nacht sucht, sollten Sie sich an folgende Grundregeln halten:
- Als Anfänger halten Sie sich von Diskotheken fern. Diskos sind nämlich zu einem hohen Prozentsatz mit Frauen bestückt, die es zwar toll finden, daß sie von möglichst vielen Männern angesprochen werden - aber ihre größte Befriedigung gewinnen sie daraus, jeden Mann eiskalt abblitzen zu lassen. (Um mit Münchens Superaufreißer Wolfi zu sprechen: 'Die warten alle auf ihren Märchenprinzen, und wenn er dann kommt, lassen sie ihn vorbeisausen!') Und daß sich der Frust der Mädels auf Sie überträgt, das muß nun gewiß nicht sein...
- Sollten Sie was fürs Herz suchen (die eine Liebe, die sich versehentlich in einer Diskothek verlaufen hat oder von Freunden mitgeschleppt wurde), sind Diskotheken für Sie am Wochenende tabu. Das gleiche gilt für bestimmte Uhrzeiten unter der Woche: ein bis anderthalb Stunden, bevor die Disko schließt. Denn zu diesen Zeiten ist, darüber sind sich alle , mit denen ich gesprochen habe, einig, nur - oder fast nur - 'Schrott' unterwegs. Oder hält die Männer, die zu solchen Zeiten auf Tour sind, für denselben.
- Passen Sie Ihr Verhalten und Ihre Kleidung der Disko, in die Sie gehen wollen, unbedingt an. wenn Sie zur Schickeria gehören, werden Sie in einem Punk- oder Rockerladen unangenehm auffallen - und umgekehrt. Und daß Sie sich als 'Opa' (das sind Sie in diesem Fall schon ab - um die dreissig) nicht in einer New Wave Disko nach einer Frau umsehen, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden.

Was die Sprüche, die Sie in einer Disko bringen können, betrifft, haben Sie nicht allzuviel Auswahl. Kurz und bündig ist am wirkungsvollsten - weil es meistens sowieso viel zu laut ist, als daß Sie mit Ihrer Auserwählten mehr als drei Worte wechseln können. Besonders originell brauchen Sie in diesem Fall auch nicht sein.
- Sie können 'sie' einfach nur anstarren (oder, je nachdem, in welcher Art von Disko Sie sich befinden, auch anlächeln). Das tun Sie so lange, bis 'sie' Ihnen entweder einen herausfordernden Blick (Komm ruhig rüber!) oder ein Lächeln schenkt.
- Mit einer Bemerkung wie: 'Heiß hier!' können Sie andeuten, daß Sie lieber mit ihr nach draußen gehen würden. Wenn Sie will, kapiert sie das schon.
- 'Durst???' ist die Kurzform von: 'Möchten sie etwas trinken?' Wenn sie sich einladen lassen will, wird sie schon nicken und Ihnen dann auch sagen, was sie trinken möchte.
- 'Tanzen?' Auch wenn sie 'ja' sagt, müssen Sie aufpassen, daß Sie sich auf der Tanzfläche nicht wieder verlieren.
- Sie können 'sie' auch einfach packen und auf die Tanzfläche - oder an die Bar - stellen. Diese Nummer muß allerdings gekonnt sein, wenn Sie sich keine Ohrfeige einhandeln wollen. Stellen Sie sich einfach vor, Sie seinen Superman, der Louis Lane vor einem Bösewicht rettet. Dann dürfte es schon klappen.
- 'Zwhimsyihwrhnrh?' Wenn sie Ihr unverständlichen Gebrüll nicht versteht, wird sie, wenn Sie ihr Typ sind, mit in eine ruhige Ecke kommen. Dann können Sie sie in aller Ruhe fragen, ob sie noch dableiben oder das Lokal wechseln möchte.
- in Punk- und Rockerdiskotheken können Sie lässig eine Zigarette aus dem linken oder rechten Mundwinkel hängen lassen und: 'Na, was ist mit uns!' (oder ähnlich) zischen.

Im Kaufhaus


Prinzipiell haben Sie in jeder Abteilung Gelegenheit, genau das, oder vielmehr die, zu finden, die Sie suchen: Hinter den Theken und Kassen wimmelt es nur so von weiblichen Wesen aller Altersgruppen und Typen: vom jungen Mädchen, das den Job nur so lange macht, bis es geheiratet wird und sich dann nur noch der Familie widmet, bis zur Studentin, die sich ihre Berufsausbildung verdient und nicht im Traum daran denkt, eines Tages nur Ihre Blumen zu gießen und Ihre Kinder zu kriegen.

'Vorsortiert' haben Sie die Frauen auch relativ schnell, weil die meisten von Ihnen auch heute noch dazu neigen, einen Verlobungs- oder Ehering zu tragen, wenn sie einen besitzen.

Personal

Mit dem Personal anzubandeln ist das geringste Problem. Schließlich ist es dazu da, Sie zu beraten und Ihnen bei den Einkäufen zu helfen. Dabei läßt sich, selbst wenn Sie nicht zu den einfallsreichsten Männern gehören, mühelos eine Gespräch anfangen. Was Sie allerdings unter keinen Umständen tun dürfen, ist, einer Verkäuferin, gleichgültig, ob sie im Streß steht oder nicht, den Nerv damit zu töten, daß Sie sie stundenlang beschäftigen und dann nicht einmal eine Tafel Schokolade oder einen Teller kaufen. Sonst könnte sie schnell das Gefühl bekommen, Sie wollen sie auf - nicht in - den Arm nehmen. Versuchen Sie's statt dessen mal mit der Masche, die mein Freund Thomas außerordentlich erfolgreich anwendet: Anstatt an einem Tag die sechs Teller, die er brauchte, zu kaufen, erstand er jeden Tag - bei derselben Verkäuferin, versteht sich - einen. Bis sie ihn, ohne indiskret zu sein zu wollen, fragte, was er damit bezwecke. 'Sie kennenlernen war seine Antwort. Dazu gab sie ihm daraufhin auch prompt Gelegenheit... Thomas hat es auch schon fertiggebracht, jeden Tag ein paar Handschuhe, ein kleines Kinderspielzeug, einen Kamm, eine Schallplatte, und was weiß ich noch, zu kaufen. Immer so lange, bis die Verkäuferin, die er aufreißen wollte, ihn endlich auf seine eigenartige Gewohnheit ansprach...

In der Möbelabteilung ist diese Masche natürlich kaum drin. Es sei denn, Sie wollen sich sowieso gerade neu einrichten. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten, mit dem Personal warm zu werden: - Drücken Sie ihr einfach einen kleinen Frühlingsstrauß - wenn's unbedingt sein muß, auch eine Rose - in die Hand. Dazu können Sie dann sagen: 'Ich wollte ihnen nur eine kleine Freude machen, damit sie was zu lachen haben, wenn irgendein Kunde sie heute nervt.' - Laden Sie sie einfach zu einem Kaffee, einem Drink, einem Essen ein. 'Ich würde Sie gern kennenlernen, aber hier kann man so schlecht reden.' oder 'Das Kantinenessen kennen sie sicher schon auswendig, hätten sie Lust, mit mir ins Restaurant zu gehen?' (Wenn die Mittagspause zu kurz ist, um außerhalb essen zu gehen, schlagen Sie das Kaufhausrestaurant - nicht den Schnellimbiß! - vor. Das ist immer noch besser als die Kantine.) - Wenn sie - kurz vor Geschäftsschluß - einen gestreßten Eindruck macht, sagen Sie einfach: 'Sie sehen ganz so aus, als könnten Sie einen Drink gebrauchen...'

Kundinnen

Auch hier haben Sie grundsätzlich in jeder Kaufhausabteilung Gelegenheit, mit einer Frau anzubandeln. Die Baby- und Kinderabteilung und das Spielwaren- und Herrenbekleidungsdepartement sind zwar mit Vorsicht zu genießen, aber auch hier ist es absolut drin, daß 'sie' für ihr Patenkind oder ihren Vater einkauft.

Um in der Damenbekleidungsabteilung auf Jagd zu gehen, brauchen Sie wohl ein wenig mehr Chuzpe als in anderen Abteilungen - schließlich haben Sie da als Mann nichts zu suchen. Es sein denn, Sie wollen ihrer Schwester oder Mutter einen Pullover, eine Bluse schenken. Und wenn das so ist, können Sie natürlich eine Kundin, deren geschmackvolle Erscheinung Sie bewundern, um Rat und Hilfe bitten... Bei selbiger Gelegenheit können Sie natürlich über eine Frau stolpern, die gerade ein Kleid, eine Bluse, einen Hosenanzug anprobiert und sich derzeit damit begnügt, den Spiegel nach seiner Meinung zu fragen. Schon können Sie einhaken und ihr sagen, ob ihr besagtes Kleidungsstück steht. Und wie. Und natürlich, daß Sie nichts mehr entzücken würde, als wenn die Trägerin das neue Kleid mit Ihnen einweihen würde. Bei einer Tasse Kaffee. Oder Tee. Oder, wenn's ein schickes ist, bei einem Theaterbesuch...

Die Parfümerieabteilung ist als Jagdrevier wie geschaffen. Eine Frau, die sich ihr eigenes Parfum kauft, hat zumeist keinen Mann greifbar, der es ihr schenkt. Wenn Sie gerade gut bei Kasse sind und die Frau Sie wirklich fasziniert, können Sie, unter Aufbietung Ihres gesamten Charmes, sagen: 'Ich finde, keine Frau sollte sich ihr Parfum alleine kaufen - lassen Sie mich das mal machen.' Dann gehen Sie damit zur Kasse, zahlen, drücken ihr die Tüte in die Hand und machen auf dem Absatz kehrt. Nicht zu schnell, versteht sich, denn sie soll ja noch Gelegenheit haben, Ihnen nachzukommen und Dankeschön zu sagen... Dieses Spielchen müssen Sie dann besonders cool weiterspielen. Sie soll ja schließlich nicht glauben, daß Sie sie 'kaufen' wollten. So trinken Sie mit ihr am besten noch eine Tasse Kaffee - und verabreden sich für einen anderen Tag... Bei Parfümerieartikeln, wie Haarwaschmitteln, Seife, Badezusätzen, können Sie als Mann ruhig 'ihren' Rat holen. 'Was hilft gegen Schuppen?' fragen Sie natürlich NICHT! Oder Sie können sich einfach eine Dame greifen und sie bitten, Ihnen bei der Auswahl eines Rasierwassers, eines Eau de toilette oder was der Herr sonst noch braucht, behilflich zu sein. Woher sollen Sie wissen, ob ein Duft Ihnen steht, wenn niemand da ist, den Sie fragen können?

Den Trick, sich von Ihr helfen zu lassen, können Sie auch in anderen Abteilungen anwenden. Gleichgültig, wo Sie der Frau, die Sie anmachen wollen, über den Weg laufen, fragen Sie sie einfach, ob sie ein paar Minuten Zeit hat und so lieb wäre, Ihnen behilflich zu sein, eine neue Krawatte, ein Hemd, Manschettenknöpfe, einen Anzug auszusuchen... Das tun Sie allerdings nur, wenn Sie gerade wirklich eine Krawatte, ein Hemd, Manschettenknoepfe, einen Anzug brauchen. Denn Sie sollen dann ihrem Rat auch folgen und besagtes Stück kaufen. Es sei denn, ihr Geschmack so unterentwickelt, daß Sie sich darin nicht blicken lassen können. Aber dann haben Sie sowieso nicht viel verloren, wenn Sie die Dame verärgern. Sollte es in dem Kaufhaus, in dem Sie gerade sind, nichts nach Ihrer beiden Geschmack geben, können Sie sie vielleicht dazu bringen, mit Ihnen noch in einem anderen Laden nach dem was Sie erstehen wollen, zu suchen. Es muß ja nicht heute sein, wenn sie in diesem Augenblick keine Zeit mehr hat... Es versteht sich wohl weiterhin von selbst, das Sie das Kleidungsstück, daß Sie mit ihr ausgesucht haben, nun auch gerne mit ihr zusammen ausführen würden...

Mit einer Frau, die unzählige Plastiktüten schleppt, ins Gespräch zu kommen, gehört zu den simpelsten Methoden, die Sie in einem Kaufhaus anwenden können. Bieten Sie 'ihr' einfach an, den ganzen Kram zu tragen, weil Sie es nicht mit ansehen können, daß sie sich so abrackert. Gleichzeitig können Sie sie zu einem Kaffee einladen, denn vom vielen Einkaufen ist sie sicher ganz kaputt...

Apropos Kaufhauscafeteria: Eine der hübschesten Aufreißmethoden, die mir bekanntgeworden sind, war folgende: Ein junger Mann, der sich neben eine Frau mit den vielen Tüten setzte, und selbst in etwa die gleiche Anzahl Einkaufstüten in der Hand hatte, bot ihr einfach an, die Einkaufe auszupacken. 'Mein Rasierapparat gegen ihre Aretha-Franklin- und Ray-Charles Platten. So kann ich mich wenigstens bei Ihnen rasieren, und Sie können die Platten jederzeit bei mir hören.' 'Ihre Bluse gegen meinen Pullover, so können Sie sich bei mir und ich mich bei Ihnen umziehen...' Wenn Sie es schaffen, diese Nummer charmant und witzig zu bringen, kann es durchaus sein, daß 'ihre' Bluse wirklich in Ihrem Schrank landet und sie dafür Ihren Rasierapparat in ihrem Badezimmer deponiert...

Die Schallplattenabteilung bietet ebenfalls ein großes Sortiment - nicht nur an Musik, sondern auch an Frauen. Hier haben Sie den besonderen Vorteil, daß Sie die Frau, die Ihnen gefällt, durch die Wahl ihrer Käufe erkennen können. Wenn 'ihr' Geschmack auch der Ihre ist, haben Sie wenigstens schon eine Gemeinsamkeit, die Sie 'entdecken' können. Wenn sie allerdings Stockhausen oder Heintje zur Kasse trägt, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Wollen Sie sich das wirklich antun? Falls Sie es wirklich nicht lassen können, bleibt Ihnen höchstens noch eines: 'Fragen Sie sie, wem sie die LP zum Geburtstag schenkt. Wenn sie Sie daraufhin ungläubig anschaut oder gleich in Lobeshymnen über die Musik ausbricht, gibt es nur noch eines: Ergreifen Sie, so schnell Sie können, die Flucht...

Die Sportabteilung ist, vorausgesetzt Sie sind selbst sportlich - oder zumindest einigermaßen gelenkig - ein vorzügliches Jagdrevier. Wenn 'sie' einen Tennisschläger kauft, können Sie sie fragen, wo sie spielt, wenn sie Reithosen kauft, wo sie reitet, wenn sie Skier kauft, wo sie Ski fährt - und so weiter. Und dann können Sie sie ganz einfach fragen, ob sie nicht Lust hätte, mal in Ihren Club mitzukommen - vorausgesetzt, Sie haben einen...

In der Haushaltswarenabteilung wird es schon schwieriger. Zu Kochlöffeln und Dampfkochtöpfen kann einem beim besten Willen nicht viel einfallen. Hier heißt die Devise: weg vom direkten Thema. Sagen Sie statt dessen einfach: 'Wenn Sie hier alles gekauft haben, was Sie brauchen, würde ich Sie gern zu einem Kaffee einladen.' Oder: 'Wenn Sie hier alles gekauft haben, was Sie brauchen, können Sie sicherlich jemanden zum Tütenträgen gebrauchen. Hier bin ich.'

Das Geschenkartikeldepartement hingegen bietet wieder viele Anknüpfungspunkte. Schnick - Schnack - Boutiquen natürlich ebenso. Hier können Sie die Dame, auf die Sie es abgesehen haben, mal wieder um Rat bitten. 'Meine Sekretärin hat letztlich so viele Überstunden gemacht, mein Sie, eine Frau würde sich über... freuen?' Oder: 'Meine Cousine gehört zu den Frauen, die einfach alles haben. Glauben Sie, dies hier wäre was Nettes für jemanden, von dem man nicht weiß, was man ihm schenken soll?' Oder: 'Vielleicht können Sie mir helfen. Einmal brauche ich ein Gastgeschenk für eine Party, und zweitens würde ich Sie gern zu dieser Party mitnehmen...' (Sollten Sie diesen Spruch bringen, müssen Sie natürlich umgehend dafür sorgen, daß jemand in Ihrem Bekanntenkreis schnellstens eine schmeißt!) Sie können sie natürlich auch fragen, welches Gesellschaftsspiel Sie kaufen sollen - und sie dann einladen, mitzuspielen...

In der Schreibwarenabteilung können Sie verschiedene Kugelschreiber oder Füllfederhalter ausprobieren. Es versteht sich von selbst, daß Sie damit irgendeinen netten Satz oder Ihre Telefonnummer aufschreiben und ihr den Zettel in die Hand drücken. (Wie geduldig Papier ist, steht auf einem anderen Blatt.) Oder Sie können eine Karte mit einem witzigen Text aussuchen und sie ihr - versehen mit (leserlicher!) Unterschrift und Telefonnummer - mit Worten wie: '...die habe ich gerade für Sie gefunden...' geben.

Wie Sie sehen, sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Und mit ein wenig Geschick können Sie eine Frau sogar dazu bringen, daß sie die Delikatessen, die sie in der Lebensmittelabteilung kauft, noch am selben Tag mit Ihnen verzehrt...
 

Im Supermarkt


Prinzipiell haben Sie in jeder Abteilung Gelegenheit, genau das, oder vielmehr die, zu finden, die Sie suchen: Hinter den Theken und Kassen wimmelt es nur so von weiblichen Wesen aller Altersgruppen und Typen: vom jungen Mädchen, das den Job nur so lange macht, bis es geheiratet wird und sich dann nur noch der Familie widmet, bis zur Studentin, die sich ihre Berufsausbildung verdient und nicht im Traum daran denkt, eines Tages nur Ihre Blumen zu gießen und Ihre Kinder zu kriegen.

'Vorsortiert' haben Sie die Frauen auch relativ schnell, weil die meisten von Ihnen auch heute noch dazu neigen, einen Verlobungs- oder Ehering zu tragen, wenn sie einen besitzen.

Personal

Mit dem Personal anzubandeln ist das geringste Problem. Schließlich ist es dazu da, Sie zu beraten und Ihnen bei den Einkäufen zu helfen. Dabei läßt sich, selbst wenn Sie nicht zu den einfallsreichsten Männern gehören, mühelos eine Gespräch anfangen. Was Sie allerdings unter keinen Umständen tun dürfen, ist, einer Verkäuferin, gleichgültig, ob sie im Streß steht oder nicht, den Nerv damit zu töten, daß Sie sie stundenlang beschäftigen und dann nicht einmal eine Tafel Schokolade oder einen Teller kaufen. Sonst könnte sie schnell das Gefühl bekommen, Sie wollen sie auf - nicht in - den Arm nehmen. Versuchen Sie's statt dessen mal mit der Masche, die mein Freund Thomas außerordentlich erfolgreich anwendet: Anstatt an einem Tag die sechs Teller, die er brauchte, zu kaufen, erstand er jeden Tag - bei derselben Verkäuferin, versteht sich - einen. Bis sie ihn, ohne indiskret zu sein zu wollen, fragte, was er damit bezwecke. 'Sie kennenlernen war seine Antwort. Dazu gab sie ihm daraufhin auch prompt Gelegenheit... Thomas hat es auch schon fertiggebracht, jeden Tag ein paar Handschuhe, ein kleines Kinderspielzeug, einen Kamm, eine Schallplatte, und was weiß ich noch, zu kaufen. Immer so lange, bis die Verkäuferin, die er aufreißen wollte, ihn endlich auf seine eigenartige Gewohnheit ansprach...

In der Möbelabteilung ist diese Masche natürlich kaum drin. Es sei denn, Sie wollen sich sowieso gerade neu einrichten. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten, mit dem Personal warm zu werden: - Drücken Sie ihr einfach einen kleinen Frühlingsstrauß - wenn's unbedingt sein muß, auch eine Rose - in die Hand. Dazu können Sie dann sagen: 'Ich wollte ihnen nur eine kleine Freude machen, damit sie was zu lachen haben, wenn irgendein Kunde sie heute nervt.' - Laden Sie sie einfach zu einem Kaffee, einem Drink, einem Essen ein. 'Ich würde Sie gern kennenlernen, aber hier kann man so schlecht reden.' oder 'Das Kantinenessen kennen sie sicher schon auswendig, hätten sie Lust, mit mir ins Restaurant zu gehen?' (Wenn die Mittagspause zu kurz ist, um außerhalb essen zu gehen, schlagen Sie das Kaufhausrestaurant - nicht den Schnellimbiß! - vor. Das ist immer noch besser als die Kantine.) - Wenn sie - kurz vor Geschäftsschluß - einen gestreßten Eindruck macht, sagen Sie einfach: 'Sie sehen ganz so aus, als könnten Sie einen Drink gebrauchen...'

Kundinnen

Auch hier haben Sie grundsätzlich in jeder Kaufhausabteilung Gelegenheit, mit einer Frau anzubandeln. Die Baby- und Kinderabteilung und das Spielwaren- und Herrenbekleidungsdepartement sind zwar mit Vorsicht zu genießen, aber auch hier ist es absolut drin, daß 'sie' für ihr Patenkind oder ihren Vater einkauft.

Um in der Damenbekleidungsabteilung auf Jagd zu gehen, brauchen Sie wohl ein wenig mehr Chuzpe als in anderen Abteilungen - schließlich haben Sie da als Mann nichts zu suchen. Es sein denn, Sie wollen ihrer Schwester oder Mutter einen Pullover, eine Bluse schenken. Und wenn das so ist, können Sie natürlich eine Kundin, deren geschmackvolle Erscheinung Sie bewundern, um Rat und Hilfe bitten... Bei selbiger Gelegenheit können Sie natürlich über eine Frau stolpern, die gerade ein Kleid, eine Bluse, einen Hosenanzug anprobiert und sich derzeit damit begnügt, den Spiegel nach seiner Meinung zu fragen. Schon können Sie einhaken und ihr sagen, ob ihr besagtes Kleidungsstück steht. Und wie. Und natürlich, daß Sie nichts mehr entzücken würde, als wenn die Trägerin das neue Kleid mit Ihnen einweihen würde. Bei einer Tasse Kaffee. Oder Tee. Oder, wenn's ein schickes ist, bei einem Theaterbesuch...

Die Parfümerieabteilung ist als Jagdrevier wie geschaffen. Eine Frau, die sich ihr eigenes Parfum kauft, hat zumeist keinen Mann greifbar, der es ihr schenkt. Wenn Sie gerade gut bei Kasse sind und die Frau Sie wirklich fasziniert, können Sie, unter Aufbietung Ihres gesamten Charmes, sagen: 'Ich finde, keine Frau sollte sich ihr Parfum alleine kaufen - lassen Sie mich das mal machen.' Dann gehen Sie damit zur Kasse, zahlen, drücken ihr die Tüte in die Hand und machen auf dem Absatz kehrt. Nicht zu schnell, versteht sich, denn sie soll ja noch Gelegenheit haben, Ihnen nachzukommen und Dankeschön zu sagen... Dieses Spielchen müssen Sie dann besonders cool weiterspielen. Sie soll ja schließlich nicht glauben, daß Sie sie 'kaufen' wollten. So trinken Sie mit ihr am besten noch eine Tasse Kaffee - und verabreden sich für einen anderen Tag... Bei Parfümerieartikeln, wie Haarwaschmitteln, Seife, Badezusätzen, können Sie als Mann ruhig 'ihren' Rat holen. 'Was hilft gegen Schuppen?' fragen Sie natürlich NICHT! Oder Sie können sich einfach eine Dame greifen und sie bitten, Ihnen bei der Auswahl eines Rasierwassers, eines Eau de toilette oder was der Herr sonst noch braucht, behilflich zu sein. Woher sollen Sie wissen, ob ein Duft Ihnen steht, wenn niemand da ist, den Sie fragen können?

Den Trick, sich von Ihr helfen zu lassen, können Sie auch in anderen Abteilungen anwenden. Gleichgültig, wo Sie der Frau, die Sie anmachen wollen, über den Weg laufen, fragen Sie sie einfach, ob sie ein paar Minuten Zeit hat und so lieb wäre, Ihnen behilflich zu sein, eine neue Krawatte, ein Hemd, Manschettenknöpfe, einen Anzug auszusuchen... Das tun Sie allerdings nur, wenn Sie gerade wirklich eine Krawatte, ein Hemd, Manschettenknoepfe, einen Anzug brauchen. Denn Sie sollen dann ihrem Rat auch folgen und besagtes Stück kaufen. Es sei denn, ihr Geschmack so unterentwickelt, daß Sie sich darin nicht blicken lassen können. Aber dann haben Sie sowieso nicht viel verloren, wenn Sie die Dame verärgern. Sollte es in dem Kaufhaus, in dem Sie gerade sind, nichts nach Ihrer beiden Geschmack geben, können Sie sie vielleicht dazu bringen, mit Ihnen noch in einem anderen Laden nach dem was Sie erstehen wollen, zu suchen. Es muß ja nicht heute sein, wenn sie in diesem Augenblick keine Zeit mehr hat... Es versteht sich wohl weiterhin von selbst, das Sie das Kleidungsstück, daß Sie mit ihr ausgesucht haben, nun auch gerne mit ihr zusammen ausführen würden...

Mit einer Frau, die unzählige Plastiktüten schleppt, ins Gespräch zu kommen, gehört zu den simpelsten Methoden, die Sie in einem Kaufhaus anwenden können. Bieten Sie 'ihr' einfach an, den ganzen Kram zu tragen, weil Sie es nicht mit ansehen können, daß sie sich so abrackert. Gleichzeitig können Sie sie zu einem Kaffee einladen, denn vom vielen Einkaufen ist sie sicher ganz kaputt...

Apropos Kaufhauscafeteria: Eine der hübschesten Aufreißmethoden, die mir bekanntgeworden sind, war folgende: Ein junger Mann, der sich neben eine Frau mit den vielen Tüten setzte, und selbst in etwa die gleiche Anzahl Einkaufstüten in der Hand hatte, bot ihr einfach an, die Einkaufe auszupacken. 'Mein Rasierapparat gegen ihre Aretha-Franklin- und Ray-Charles Platten. So kann ich mich wenigstens bei Ihnen rasieren, und Sie können die Platten jederzeit bei mir hören.' 'Ihre Bluse gegen meinen Pullover, so können Sie sich bei mir und ich mich bei Ihnen umziehen...' Wenn Sie es schaffen, diese Nummer charmant und witzig zu bringen, kann es durchaus sein, daß 'ihre' Bluse wirklich in Ihrem Schrank landet und sie dafür Ihren Rasierapparat in ihrem Badezimmer deponiert...

Die Schallplattenabteilung bietet ebenfalls ein großes Sortiment - nicht nur an Musik, sondern auch an Frauen. Hier haben Sie den besonderen Vorteil, daß Sie die Frau, die Ihnen gefällt, durch die Wahl ihrer Käufe erkennen können. Wenn 'ihr' Geschmack auch der Ihre ist, haben Sie wenigstens schon eine Gemeinsamkeit, die Sie 'entdecken' können. Wenn sie allerdings Stockhausen oder Heintje zur Kasse trägt, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Wollen Sie sich das wirklich antun? Falls Sie es wirklich nicht lassen können, bleibt Ihnen höchstens noch eines: 'Fragen Sie sie, wem sie die LP zum Geburtstag schenkt. Wenn sie Sie daraufhin ungläubig anschaut oder gleich in Lobeshymnen über die Musik ausbricht, gibt es nur noch eines: Ergreifen Sie, so schnell Sie können, die Flucht...

Die Sportabteilung ist, vorausgesetzt Sie sind selbst sportlich - oder zumindest einigermaßen gelenkig - ein vorzügliches Jagdrevier. Wenn 'sie' einen Tennisschläger kauft, können Sie sie fragen, wo sie spielt, wenn sie Reithosen kauft, wo sie reitet, wenn sie Skier kauft, wo sie Ski fährt - und so weiter. Und dann können Sie sie ganz einfach fragen, ob sie nicht Lust hätte, mal in Ihren Club mitzukommen - vorausgesetzt, Sie haben einen...

In der Haushaltswarenabteilung wird es schon schwieriger. Zu Kochlöffeln und Dampfkochtöpfen kann einem beim besten Willen nicht viel einfallen. Hier heißt die Devise: weg vom direkten Thema. Sagen Sie statt dessen einfach: 'Wenn Sie hier alles gekauft haben, was Sie brauchen, würde ich Sie gern zu einem Kaffee einladen.' Oder: 'Wenn Sie hier alles gekauft haben, was Sie brauchen, können Sie sicherlich jemanden zum Tütenträgen gebrauchen. Hier bin ich.'

Das Geschenkartikeldepartement hingegen bietet wieder viele Anknüpfungspunkte. Schnick - Schnack - Boutiquen natürlich ebenso. Hier können Sie die Dame, auf die Sie es abgesehen haben, mal wieder um Rat bitten. 'Meine Sekretärin hat letztlich so viele Überstunden gemacht, mein Sie, eine Frau würde sich über... freuen?' Oder: 'Meine Cousine gehört zu den Frauen, die einfach alles haben. Glauben Sie, dies hier wäre was Nettes für jemanden, von dem man nicht weiß, was man ihm schenken soll?' Oder: 'Vielleicht können Sie mir helfen. Einmal brauche ich ein Gastgeschenk für eine Party, und zweitens würde ich Sie gern zu dieser Party mitnehmen...' (Sollten Sie diesen Spruch bringen, müssen Sie natürlich umgehend dafür sorgen, daß jemand in Ihrem Bekanntenkreis schnellstens eine schmeißt!) Sie können sie natürlich auch fragen, welches Gesellschaftsspiel Sie kaufen sollen - und sie dann einladen, mitzuspielen...

In der Schreibwarenabteilung können Sie verschiedene Kugelschreiber oder Füllfederhalter ausprobieren. Es versteht sich von selbst, daß Sie damit irgendeinen netten Satz oder Ihre Telefonnummer aufschreiben und ihr den Zettel in die Hand drücken. (Wie geduldig Papier ist, steht auf einem anderen Blatt.) Oder Sie können eine Karte mit einem witzigen Text aussuchen und sie ihr - versehen mit (leserlicher!) Unterschrift und Telefonnummer - mit Worten wie: '...die habe ich gerade für Sie gefunden...' geben.

Wie Sie sehen, sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Und mit ein wenig Geschick können Sie eine Frau sogar dazu bringen, daß sie die Delikatessen, die sie in der Lebensmittelabteilung kauft, noch am selben Tag mit Ihnen verzehrt... Sie brauchen nur in ihren Einkaufskorb zu schauen, und schon haben Sie eine grobe Vorstellung davon, mit welcher Art von Frau Sie drauf und dran sind anzubandeln. Von vier Typen Frau können Sie gleich die Finger lassen:
- wenn sie Babynahrung kauft. Denn dann hat sie wahrscheinlich anderes zu tun, als mit Ihnen eine Affaire anzufangen.
- wenn ihr Korb mit Gesundheitsfutter angefüllt ist. Dann lebt sie mit großer Wahrscheinlichkeit makrobiologisch, und das ist ein anderer Trip als der, den Sie mit ihr vorhaben.
- wenn sie nur abgepackte Waren einsammelt. Eine Frau, die nur aus Dosen kocht und Wurst und Käse abgepackt kauft, beweist damit so wenig Phantasie, daß sie Ihnen nach spätestens drei Tagen (wenn nicht schon am ersten Abend) langweilig ist.
- wenn sie von allem Familienpackungen einsammelt und auch ansonsten große Portionen (die allerdings nicht groß genug sind, um auf eine Party schließen zu lassen) einkauft. Dann hat sie vermutlich eine entsprechend große Familie, die ihr wohl kaum Zeit lassen wird, sich noch mit Ihnen zu beschäftigen

Alle anderen Frauen allerdings, es sei denn, sie haben einen funkelnagelneuen goldenen Ring an der rechten Hand, sind ein Versuch wert, sie anzusprechen. Um sich aus der Masse der Männer, für die der Supermarkt ständiges Jagdrevier ist, herauszuheben, hier gleich die abgedroschenen Sprüche, die Sie auf keinen Fall bringen sollten:
- 'Können Sie mir sagen, wie lange ich ein Huhn braten muß?' Dieser Satz ist gleich aus drei Gründen dämlich: Einmal ist die Bratdauer auf der Plastikhülle des tiefgefrorenen Federviehs angegeben - und wenn Sie es frisch kaufen, können Sie den Metzger fragen. Zweitens gibt es Kochbücher, in denen Sie solche Dinge nachlesen können, und drittens sind Männer, vorausgesetzt, sie kochen überhaupt, bessere Köche als Frauen. (Oder kennen Sie einen berühmten weiblichen Chef der Cuisine?) Sind sie es nicht, gehen sie essen.
- 'Wo finde ich hier die grünen Bohnen?' ist ebenfalls tabu. Zumal Sie mit so einer Frage nur zu den grünen Bohnen, aber nicht zu einem Gespräch kommen.
- 'Welches Fleisch kaufe ich am besten für ein Abendessen mit meiner Mutter und Schwester?' ist auch eine alberne Frage.

Aber:
- Welches Fleisch oder welchen Fisch soll ich besorgen, wenn ich Sie zum Essen einladen möchte?' klingt schon ganz anders...
- Sie können 'sie' natürlich auch fragen, ob sie das, was sie gerade eingekauft, heute für sich selber kochen möchte, und ihr vorschlagen, dasselbe noch einmal zu besorgen, damit es für Sie beide reicht.
- Oder Sie können Ihr vorschlagen, daß sie das, was sie da eingekauft hat, in den Kühlschrank legt und statt dessen heute Abend mit Ihnen essen geht.
- Sie können sie auch fragen, was sie mit der Ente vorhat, und ihr anbieten, daß Sie das Tier nach Ihrem Spezialrezept (das Sie natürlich in diesem Fall haben müssen!) zubereiten.
- Sie können Ihren Einkaufskorb mit Oliven, Erdnüssen, Chips, Cashewnüssen, verschiedenen offenen Käsesorten und ein paar Flaschen Champagner füllen, damit auf sie zugehen und sie fragen, ob Sie damit die richtige Auswahl für einen gemütlichen Abend mit ihr getroffen hätten - oder was sie sonst noch gern mag...
- Sie können, wenn Sie eine Ahnung haben, was es bei 'ihr' zu essen geben soll, dieselben Lebensmittel einkaufen und ihr ein Wettkochen vorschlagen. Mit ihr oder Ihnen als erstem Preis für den Sieger.
- Sie können ihr ganz einfach sagen, daß Sie hoffen, daß sie ihre Spaghetti 'al dente' kocht - so mögen Sie sie nämlich am liebsten.
- Sie können auch mit leerem Einkaufskorb auf sie zugehen und ihr sagen, daß ihr Anblick Sie so verwirrt hat, daß Sie völlig vergessen haben, was Sie eigentlich einkaufen wollten. Und sie dann natürlich bitten, Ihnen zu helfen, ein Essen zusammenzustellen. Am besten natürlich eins für zwei...
- Sie können ihr einfach den - noch möglichst leeren - Korb aus der Hand nehmen und sagen: 'Heute brauchen Sie nicht einzukaufen. Ich hab' schon mehr als genug für zwei...' (Das Hunde- oder Katzenfutter, das sie eingesammelt hat, legen Sie einfach mit in Ihren Korb. Die Zahnpasta selbstverständlich auch!)
- Sie nehmen ihr am Ausgang die Tüten ab und sagen, daß Sie nun ihre Einkäufe nach Hause tragen.
- Sie können sie auch fragen, welcher Wein ihrer Ansicht nach gut ist, ein paar Flaschen davon in Ihren Korb legen und sagen: 'Gut, und was brauchen wir zu essen?'
- Sollte eine Frau, die hauptsächlich Dosen- und Tütenfutter kauft, Sie allein dadurch noch nicht genug abgeschreckt haben, können Sie ihr auch den Korb aus der Hand nehmen, ihn wegstellen und sagen: 'Nun fangen wir noch einmal von vorne an. Selbstgemachte Reibekuchen, hausgemachtes Gulasch (oder was immer sie in ihrem Korb hatte) sind nämlich meine Spezialität...
- Sie können natürlich, auch wenn es Überwindung kostet, Ihren Korb mit Dosenfutter Füllen und dann mit traurigem Blick zu ihr sagen: 'Es wäre zu schön, wenn Sie sich meiner erbarmen und entweder mit mir essen gehen oder mal für mich mitkochen könnten. Dieser Dosenfraß hängt mir nämlich zum Halse raus, aber ich kann leider nicht kochen. Und immer alleine essen zu gehen ist auch nicht sonderlich appetitanregend.' (Das setzt natürlich voraus, daß Sie zu dem verschwindend geringen Prozentsatz von Männern gehören, die wirklich nicht mal ein Spiegelei braten können!) Was tun, wenn die Frau, in die Sie hineinrennen, schon verheiratet ist? Wie bei allen anderen Zweierbeziehungen ergeben sich auch hier prinzipiell vier verschiedene Möglichkeiten:
- Sie mögen sich, haben Spaß miteinander, aber keiner von beiden ist in den anderen verliebt.
- Sie sehen die Beziehung locker
- sie liebt Sie heiß und innig,
- Sie lieben sie abgöttisch, aber sie betrachtet Sie nur als eine willkommene Abwechslung ihres müden Ehelebens.
- Sie stellen beide fest, daß Sie nicht mehr ohne einander leben können.

Im ersten Fall ist die Sache amüsant und unkompliziert. Wie Sie sich hier verhalten, braucht Ihnen niemand zu erklären. Im zweiten Fall sieht das Ganze schon völlig anders aus. Vor allem dann, falls Sie auf die Idee kommen sollten, ihr die große Liebe (die Sie nicht empfinden) vorzuspielen. Vielleicht wußten Sie es noch nicht, aber die folgenden zwei Punkte sind harte Tatsachen:
- Heutzutage reichen zunehmend mehr Frauen als Männer die Scheidung ein.
- Frauen zeigen in puncto Liebe mehr Konsequenz als Männer. Während letztere sich, weil es ach so bequem (und generell wohl auch weniger kostspielig) ist problemlos eine Ehefrau fürs Grobe und eine Geliebte für die Feinheiten halten, verhalten Frauen sich anders. Sie sind wesentlich eher dazu bereit, für den Mann, den sie wirklich lieben, Ihren Ehemann und die damit verbundene finanzielle Sicherheit aufzugeben.

Treiben Sie das Spielchen, sie dem anderen auszuspannen, also nicht auf die Spitze. Sonst könnte sie eines Tages mit oder ohne Kind, aber bestimmt mit Koffer und Make-up vor Ihrer Tür stehen. Dann können Sie ihr zwar immer noch sagen, daß die Liebesschwüre, die Sie ihr gemacht haben, gar nicht ernstgemeint waren - aber der Zeitpunkt wäre doch ein wenig ungünstig gewählt. Im schlimmsten Fall müssen Sie die Beziehung zu dieser Frau gleich abbrechen - Sie finden hier schließlich genügend Anleitung dafür, wie man heute Frauen aufreißt.

Sollten Sie sie allerdings lieben und sie Sie nicht, dann möchte ich, ehrlich gesagt, nicht in Ihrer Haut stecken. Auch hier ist wohl das einzig Vernünftige, die begonnene Affaire - auch wenn's verflixt wehtut - kurz und bündig abzubrechen, statt ein Leben im Schatten des anderen zu führen.

Ihr größter Trost: Was wollen Sie mit einer Frau, die Sie nicht liebt? Als Freizeit-Amusement zur Verfügung zu stehen, sind Sie sich hoffentlich zu schade. Was den vierten Fall betrifft, so ist er leider auch nicht immer mit einem Happy-End versehen. Denn auch wenn Frauen in der Regel durchaus dazu bereit sind, Haus und Hof für den Mann ihres Lebens zu verlassen, können Sie ausgerechnet an die eine geraten sein, die das nicht tut.

Dafür, wie Ihre Chancen stehen, gibt es eine Faustregel: Wenn sie 'ihn' für Sie verläßt, dann tut sie das entweder relativ schnell - innerhalb eines Jahres - oder gar nicht. Schafft sie es aus verschiedenen Gründen nicht, sich voll und ganz für Sie zu entscheiden, dann müssen Sie entscheiden, ob Sie in der Lage sind, mit der Beziehung, so wie sie ist, klarzukommen. Was Sie auf keinen Fall tun dürfen ist:
- Sie anrufen, und wenn 'er' am Apparat ist, wortlos wieder einhängen. Wenn er Oliver heißt, dann fragen Sie eben, ob Sie Christoph sprechen können - zu dumm, Sie waren falsch verbunden. (Oft können Sie diese Masche natürlich nicht bringen - aber Sie müssen sich nun einmal damit abfinden, daß Sie mit Ihrem Telefonat warten müssen, bis 'er' das Haus verlassen hat - oder auf ihren Anruf warten.
- an Wochenenden, gesetzlichen Feiertagen, Festen wie Ostern, Weihnachten, Silvester darüber nachzudenken, was 'sie' nun gerade tun oder lassen mag. So albern es klingt: Unternehmen Sie etwas! Nach Möglichkeit nicht alleine, sondern mit Freunden (frisch verliebte/verheiratete Pärchen ausgenommen!).
- 'sie' emotionell zu erpressen versuchen. Wenn sie Sie auch liebt, wird es ihr schwer genug fallen, jeden Morgen neben dem falschen Mann aufzuwachen und ihren Kindern gegenüber die glückliche Mutter zu spielen. Und sich die Stunden, die sie mit Ihnen verbringt, stehlen zu müssen.
- eines Tages festzustellen, daß es doch nicht mehr so weitergeht und im Alkohol Vergessen zu suchen. Holen Sie statt dessen lieber dieses File von der Diskette, auf der es in der letzten Zeit unbeachtet herumgelegen hat, und machen Sie einen Spaziergang, gehen Sie in ein Museum, auf eine Party. Oder legen Sie sich einen Hund zu. Alles weitere ergibt sich dann schon von selbst...

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